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Gedichte

Der ausgewanderte Pole

Adelbert von Chamisso


Der ausgewanderte Pole.


Noch hält auf uns der Zwingherr seine Hand,
    Wir werden in die Heimat heimgetrieben.
    Nicht wahr, man soll sein Vaterland doch lieben
    Und nicht zerreißen dieses letzte Band?

Nicht wahr, der Mannestugend erstes Pfand,
    Der reinste, heiligste von allen Trieben,
    Die selbst Natur uns in das Herz geschrieben,
    Das ist die Liebe zu dem Vaterland?

Das weiß ich an den Fingern herzuzählen
    Und mag dir meinen Haß – was wirst du sagen? –
    Zu meinem Vaterlande nicht verhehlen.

Weh, daß ich Vater bin und frönen muß!
    Eh sollte mich zum Blutgerüste tragen,
    Als in das fluchbeladne Land mein Fuß.