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Gedichte

Dichters Unmut

Adelbert von Chamisso


Dichters Unmut.


(Nach Fouqué.)


Wir tragen gar im Herzen manche Pfeile,
    Und blutet's in dem stillen Schoß der Nacht,
    So wird von Schmerz das Lied hervorgebracht,
    So reihet wunderbar sich Zeil' an Zeile.

Sie lesen's nun, so, für die Langeweile.
    Wann träg und laß sie die Verdauung macht,
    Und finden's hübsch, und finden's schlecht erdacht,
    Und hier ist's schwach, und dort entbehrt's der Feile.

Wir haben's aber so in der Natur,
    Wir schreiben ganz mit unsers Herzens Blut,
    Was sie bekritteln zwischen Schlaf und Wachen.

O, Pelikanes-Wirtschaft! wär's doch nur
    Für keine gar so miserable Brut!
    Was thuts? wir werden's drum nicht anders machen.