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Gedichte

San Vito

Adelbert von Chamisso

San Vito.

Fünf Jahre zur See! das sechste Jahr
Sieht heim mich kehren, so arm ich war.
Ich bin – ich bin ein geschlagener Mann,
Dem nichts auf der Welt gelingen kann,
    Dem nicht will helfen San Vito!

Da bin ich, Frau, und reise nicht mehr.
Wie aber gehst du so schmuck einher?
Was hast du für schöne Kleider an? –
's ist Gottes Segen, mein lieber Mann,
    Wozu mir half San Vito.

Und ausgebaut da unser Haus!
Wie sieht's so räumlich und blank jetzt aus!
Wer half uns dazu, das sage mir an? –
's ist Gottes Segen, mein lieber Mann,
    Wozu mir half San Vito.

Und drinnen wie glanzig alles und rein!
Das prächtige Bett, der Spiegel, der Schrein!
Woher uns das alles? das sage mir an. –
's ist Gottes Segen, mein lieber Mann,
    Wozu mir half San Vito.

Ein lustig Büble, das daher springt,
An dich sich klammert und dich umschlingt.
Wer ist das Kind, das sage mir an? –
Auch Gottes Segen, mein lieber Mann,
    Wozu mir half San Vito.

Mord Element, zu viel ist zu viel!
Laß solchen Segen mir aus dem Spiel!
San Vito her, San Vito hin!
Ich bin – Gott besser's! – ich bin ... ich bin ...
    Hole der Hund San Vito!