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den großen  Meistern der Dichtkunst

Gedichte

42. An Eugenien (Gleich als ein Wandersmann)

Andreas Gryphius
An Eugenien (Gleich als ein Wandersmann)
XLII.

GLeich als ein Wandersmann / dafern die trübe Nacht /

Mit dicker Finsternüß / Lufft / Erd / und See verdecket /

Betrübt irr't hin und her / und mit viel Furcht erschrecket /

Nicht weiß wohin er geht / noch was er läst und macht:

So eben ists mit mir: doch wenn der Mond erwacht

Vnd seiner Stralen Kertz im Wolckenhauß anstecket;

Bald find't er Weg' und Rath: so wird mein Geist erwecket;

Nun mich der neue Trost aus eurem Brieff anlacht.

Doch / warumb heist ihr mich diß schöne Pfand verbrennen?

Wolt ihr in meiner Nacht mich bey der Glut' erkennen?

Diß / meines Hertzens Feu'r entdeckt ja wer ich sey.

Sol Schönste / diß Papir nur meine Brust berühren:

So wird es alsobald in Aschen sich verliren /

Wo von der Flamm' es nicht wird durch mein Weinen frey.