Gedichte Poesie  Lyrik  Verse Reime
Sonette Goethe Schiller Heine Arnim

Gedichte u. Lyrik für alle Anlässe von
den großen  Meistern der Dichtkunst

Gedichte

48. Die Hölle

Andreas Gryphius
Die Hölle
XLVIII.

Ach! und Weh!,

Mord! Zetter! Jammer / Angst / Creutz! Marter! Würme! Plagen.

Pech! Folter! Hencker! Flamm! Stanck! Geister! Kälte! Zagen!

Ach vergeh!

Tiff' und Höh?!

Meer! Hügel! Berge! Felß wer kan die Pein ertragen?

Schluck Abgrund! ach schluck' ein! die nichts denn ewig klagen.

Je und Eh!

Schreckliche Geister der tunckelen Hölen / ihr die ihr martret und Marter erduldet

Kan denn der ewigen Ewikeit Feuer / nimmermehr büssen diß was ihr verschuldet?

O grausamm' Angst stets sterben / sonder sterben!

Diß ist Flamme der grimmigen Rache / die der erhitzete Zorn angeblasen:

Hir ist der Fluch der unendlichen Straffen / hir ist das immerdar wachseride Rasen:

O Mensch! Verdirb / umb hir nicht zu verderben.