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Gedichte

Lust des freien Geistes

Ernst Moritz Arndt

Lust des freien Geistes.

1842.

Horch! der Himmel klingt von Geigen,
Und du fragst: wer führt den Reigen?
Antwort tönt: der freie Geist,
Er, der Einzighochgeborne,
Er, der Leuchtendgotterkorne,
Der die Sonnen tanzen heißt.

Ha, wie schlingen sich die Pfade!
Ha, wie brausen die Gestade
In dem Weltenocean!
Dieser wirbelnde Mäander,
Dieses wilde Durcheinander
Seinen Saiten unterthan!

Auf denn, Herz, zu seiner Wonne!
Tanze du, auch eine Sonne,
Mutig mit den Sternentanz!
Millionen sind die Flieger,
Nur der Schnellste bleibt der Sieger,
Nur der Kühnste greift den Kranz.