Auf eine Sängerin
Friedrich Hebbel
Auf eine Sängerin.
Die Lerche, die den Lenz begrüßt,
Die holde Nachtigall,
Die seinen Abschied uns versüßt
Durch ihrer Stimme Schall:
Die beiden scheinen Schwestern gleich,
Die rasch und unverweilt
Schon bei der Schöpfung sich ins Reich
Der Harmonie geteilt.
Doch fühl' ich, seit ich dich vernahm,
Daß noch ein Vogel fehlt,
Der einst sich zwischen Lust und Gram
Den Echo-Sitz erwählt.