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Gedichte

Das Vöglein

Friedrich Hebbel

Das Vöglein.

Vöglein vom Zweig
Gaukelt hernieder;
Lustig sogleich
Schwingt es sich wieder.

Jetzt dir so nah,
Jetzt sich versteckend;
Abermals da,
Scherzend und neckend.

Tastest du zu,
Bist du betrogen,
Spottend im Nu
Ist es entflogen.

Still! Bis zur Hand
Wird's dir noch hüpfen,
Bist du gewandt,
Kann's nicht entschlüpfen.

Ist's denn so schwer
Das zu erwarten?
Schau' um dich her:
Blühender Garten!

Ei, du verzagst?
Laß es gewähren,
Bis du's erjagst,
Kannst du's entbehren.

Wird's doch auch dann
Wenig nur bringen,
Aber es kann
Süßestes singen.