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Gedichte

Grenze des Denkens

Friedrich Hebbel

Grenze des Denkens.

Rein zu denken, vermeinst du? Wie sehr du die Bilder auch sichtest,
Bilder bleiben es doch, wenn auch zu Worten verdünnt,
Und sie borgen sich bloß im ewigen Wechsel die Lichter,
Denn das erste erlischt, wenn sich das zweite erhellt.
Aber ein anderes ist's, in Blei Figuren zu gießen,
Wie es die Mägde tun, oder zu zeichnen, wie Kant.