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den großen  Meistern der Dichtkunst

Gedichte

Der Genügsamste

Georg Bötticher

Der Genügsamste

Vier verwegene Gesellen
Stiegen einst hinab zur Höllen.
Vor dem höllischen Palast
Machten sie ein Weilchen Rast.

Alle schwitzten sie erklecklich,
Denn die Hitze war erschrecklich,
Und der Höllen-Reaumür
Stand auf Achtzehnhundertvier.

»Na, ick danke«, rief der Preuße,
»So ne jottverdammte Reise!
Hier kann eener ja verkochen –
Ick bin schonstens Haut un Knochen!«

»Gibts denn nöt a Bier, zum Geier,
Himmelsackra!« schrie der Bayer,
»Jesses, un bei dera Hitzen –
Na, do mag der Deifel sitzen!«

»Chrischtli!« jammerte der Schwabe,
»Läg i liewer noch begrabe!
Schwäbli, jetzscht gehts iewers Köpfli –
I zerschwitz in lauta Tröpfli!«

»Heernse«, sprach der Sachse: »schwiele
Find ichs nich – nich grade kiehle.
's Örtchen liegt e bißchen siedlich,
Awer sonst nich ungemiedlich.«