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den großen  Meistern der Dichtkunst

Gedichte

10. DER TURMSTEIGER

Paul Boldt

DER TURMSTEIGER

Er fühlte plötzlich, daß es nach ihm griff,

— Die Erde war es und der Himmel oben,

An dem die Dohlen hingen und die Winde hoben —

Und fühlte, wie es ihn nun auch umpfiff.

Ihn schauderte. Er sah das Meer, er sah ein Schiff,

Das gelbe Wellen schaukelten und schoben

Und sah die Wellen, Wellen — Wellen woben

An seinem unvollendeten Begriff.

Ein Wasserspeier sprang ihn an und bellte.

Er zitterte und faßte die Fiale,

Die knarrend brach; — versteinert aber schnellte

Ein Teufel Witze auf die Kathedrale; —

Er hörte hin — ein höllisches Finale:

Er stürzte, fiel! Sein Schrei trieb hoch und gellte.