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Gedichte

14. BERLIN

Paul Boldt

BERLIN

Die Stimmen der Autos wie Jägersignale

Die Täler der Straße bewaldend ziehn.

Schüsse von Licht. Mit einem Male

Brennen die Himmel auf Berlin.

Die Spree, ein Antlitz wie der Tag,

Das glänzend meerwärts späht nach Rettern,

Behält der wilden Stadt Geschmack,

Auf der die Züge krächzend klettern.

Die blaue Nacht fließt in der Forst.

Sie fühlt, geblendet, daß du lebst.

Schnellzüge steigen aus dem Horst!

Der weiße Abend, den du webst,

Fühlt, blüht, verblättert in das All.

Ein Menschenhände-Fängen treibst du

Um den verklungnen Erdenball

Wie hartes Licht; und also bleibst du.

Wer weiß, in welche Welten dein

Erstarktes Sternenauge schien,

Stahlmasterblühte Stadt aus Stein,

Der Erde weiße Blume, Berlin.