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Gedichte

15. DER SCHNELLZUG

Paul Boldt

DER SCHNELLZUG

Es sprang am Walde auf in panischem Schrecke,

Die gelben Augen in die Nacht geschlagen. —

Die Weiche lärmt vom Hammerschlag der Wagen

Voll blanken Lärms, indes sie fern schon jagen

Im blinden Walde lauert an der Strecke

Die Kurve wach. Es schwanken die Verdecke.

Wie Schneesturm rennt der D-Zug durch die Ecke,

Und tänzelnd wiegen sich die schweren Wagen.

Der Nebel liegt, ein Lava, auf den Städten

Und färbt den Herbsttag grün. Auf weiter Reise

Wandert der Zug entlang den Kupferdrähten.

Der Führer fühlt den Schlag der Triebradkreise

Hinter dem Sternenkopfe des Kometen,

Der zischend hinfällt über das Geleise.