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Gedichte

27. JUNGE PFERDE

Paul Boldt

JUNGE PFERDE

Wer die blühenden Wiesen kennt

Und die hingetragene Herde,

Die, das Maul am Winde, rennt:

Junge Pferde! Junge Pferde!

Über Gräben, Gräserstoppel

Und entlang den Rotdornhecken

Weht der Trab der scheuen Koppel,

Füchse, Braune, Schimmel, Schecken!

Junge Sommermorgen zogen

Weiß davon, sie wieherten.

Wolke warf den Blitz, sie flogen

Voll von Angst hin, galoppierten.

Selten graue Nüstern wittern,

Und dann nähern sie und nicken,

Ihre Augensterne zittern

In den engen Menschenblicken.