Gedichte Poesie  Lyrik  Verse Reime
Sonette Goethe Schiller Heine Arnim

Gedichte u. Lyrik für alle Anlässe von
den großen  Meistern der Dichtkunst

Gedichte

35. TIERGARTEN

Paul Boldt

TIERGARTEN

Birken und Linden legen am Kanal

Unausgeruhtes sanft in seinen Spiegel.

Ins Nachtgewölbe rutscht der Mond, ein Igel,

Der Sterne jagt und frißt den Himmel kahl.

Mädchen sind da, und wir sind sehr vergnügt.

Ich schmeiße nach dem dicken Mond mit Steinen;

Die Betty küßt mich, und er soll nicht scheinen,

Weil Bella schweigt und naserümpfend rügt.

Die Sommerstädte liegen um den Park.

Es wird sehr hübsch! Der Süden wandert ein!

Die Sonne wächst! Wie nackte Männer stark

Schreiten die Tage, Frühjahr in den Hüften.

Die schwarzen Linden kommen überein,

Morgen zu grünen in den süßen Lüften!