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Gedichte

8. RINDER

Paul Boldt

RINDER

Verblichnes Grün der Weide deckt

Das Weiß und Schwarz der Herde.

Silhouetten, da und dort gesteckt,

Die Köpfe auf der Erde.

Die Wiese atmete nicht mehr,

Knirrte der Rinder Schlund;

Das Julilicht spritzte umher,

Die Wolken zogen, und

Unten geht ein fleischern Meer

Im grünen Klee spazieren.

Vom Hund umbellt. Zurück. Carrière,

Humpeln von alten Tieren.

Im Grase lagert sich das Blöken.

Dumm scharrt des Stieres Huf.

Die Kälber jagen an den Pflöcken —

Melkmägde schallen voller Ruf.