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Gedichte

Scheu und treu

Wilhelm Busch

Zu guter Letzt

Scheu und treu

Er liebte sie in aller Stille,
Bescheiden, schüchtern und von fern
Schielt er ihr nach durch seine Brille
Und hat sie doch so schrecklich gern.

Ein Mücklein, welches an der Nase
des schönen Kindes saugend saß,
Ertränkte sich in seinem Glase.
Es schmeckt' ihm fast wie Ananas.

Sie hatte Haare wie 'ne Puppe,
So unvergleichlich blond und kraus.
Einst fand er eines in der Suppe
Und zog es hochbeglückt heraus.

Er rollt es auf zu einem Löckchen,
Hat's in ein Medaillon gelegt.
Nun hängt es unter seinem Röckchen,
Da, wo sein treues Herze schlägt.